Um Konflikte zwischen den einzelnen Verkehren (Fernverkehr, Nahverkehr, Güterverkehr) zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, muss das Eisenbahnnetz ausgebaut werden. Nur so können mehr Züge fahren und auch bestimmte Betriebskonzepte umgesetzt werden. Dazu gehört auch, das bestehende Eisenbahnnetz auf „Autobahnstandard“ auszubauen, so dass u.a. Richtung und Gegenrichtung sich nicht gegenseitig blockieren. Auch ein abschnittsweiser oder durchgehender Ausbau (z. B. Amerika-Linie) oder das Schließen einer Elektrifizierungslücke (Amerika-Linie, Bremerhaven – Bremervörde – Rothenburg/Wümme) erhöhen die Leistungsfähigkeit.

Der Seehafenhinterlandverkehr muss künftig so organisiert sein, dass die heute oft vorhandene gegenseitige Behinderung mit dem Regionalverkehr minimiert wird, um einen qualitativ hochwertigen Regionalverkehr weiter sicherzustellen. Die Kapazitäten für alle Verkehrsarten müssen dabei erhöht werden.

Für Reaktivierungen ist es wichtig, dass alle die Strecken und ggf. weitere notwendige Flächen gesichert werden und gewidmet bleiben, die für eine Reaktivierung in Frage kommen. Die NE-Infrastrukturen sind hier ebenfalls mit einzubeziehen. Wird eine Strecke auch nur punktuell überbaut, kann eine Reaktivierung u. U. nicht mehr möglich sein.